Lichtenhagen und die Eiche

Zum 20. Mal jähren sich die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen, die von Politikern aller couleur als eine Begründung zur Abschaffung des Asylrechts genutzt wurden. Wie jüngst bei den Ereignissen rund um den NSU stellte sich auch damals die Frage: wieviel davon ist staatlich gewollt oder gar initiiert gewesen?
Anlässlich des Jahrestages gab es nicht nur eine große Demonstration mit 6000 Teilnehmer*innen, sondern auch jede Menge Dokumentationen und Berichte, u.a. in der Jungle World und im ak.
Eine Dokumentation der Ereignisse und eine politische Einordnung der Geschehnisse und der Reaktionen der Linken, herausgegeben von Gewerkschafterinnen und Antifa findet sich hier.
Und wie ist die Lage heute, 20 Jahre danach? Viel hat sich nicht geändert, auch wenn der Staat derzeit Aktionismus gegen rechts simuliert, wie bei den Razzien kürzlich in NRW. Roma werden nach wie vor abgeschoben. Und auch die Antifa steckt in der Endlosschleife der Selbstbezüglichkeit. Viel zu selten gelingt der Brückenschlag zu anderen Bewegungen und die Intervention ins öffentliche Meinungseinerlei.